Freier ist ein umgangssprachlicher Begriff, der die Kunden von Prostituierten bezeichnet. Freier kaufen sexuelle Dienstleistungen, von ihrer Seite kommt die Nachfrage an die Prostitution. In unserer Gesellschaft gibt es in allen Schichten Freier: vom Topmanager über den normalen Familienvater bis hin zum Langzeitarbeitslosen sind alle Typen vertreten. Freier sind in der Öffentlichkeit meistens anonym. Der Besuch in einem Bordell geschieht entweder heimlich oder mit Eingeweihten, quasi verbündeten Freiern.
Freier sind meistens Männer, natürlich gibt es auch weibliche Freier, genauso wie es auch männliche Prostituierte geben kann. Trotzdem sind es im Schnitt mehr Männer, die Prostituierte aufsuchen.
Warum Freier zu Prostituierten gehen, hat ganz unterschiedliche Gründe: Einsamkeit, Verlangen nach Intimität, Ausleben von bestimmten Sexualpraktiken und Sexualassistenz, z. B. bei Menschen mit einer Behinderung.  Es gibt aber auch Freier, die beispielsweise für eine Art Machtgefühl Prostituierte aufsuchen. Sie können diese Macht im Alltag, in ihrer Beziehung oder im Job nicht finden und kaufen sich dieses Gefühl deshalb: „Ich habe für die Frau bezahlt, jetzt kann ich mit ihr machen, was ich will.“

Es ist egal, mit welcher Intention ein Freier in ein Bordell geht. Wichtig dabei ist, dass er sich sicher sein muss von einer freiwilligen und selbstständigen Prostituierten bedient zu werden.