Freier-Befreier Klein

Wenn Du ein Freier bist, dann hast Du ein großes Privileg und gleichzeitig eine große Verantwortung. Du hast Kontakt zu Frauen, die sich prostituieren. Der Walk of Shame ist eine Kampagne für dich. Sie soll dir zeigen, wie man zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Prostitution unterscheidet. Falls Du nicht die Möglichkeit hast, den Walk of Shame in deiner Stadt zu erleben, sind hier die Indizien*, die für Zwangsprostitution sprechen können noch einmal zusammen gefasst:

Sie weint.
Sie hat Angst.
Sie versucht zu fliehen.
Sie ist sehr jung.
Sie steht unter Drogen.
Sie besitzt keinen Pass.
Sie gibt das Geld direkt ab.
Sie spricht kaum deutsch.
Sie wirkt orientierungslos.
Sie bittet dich um Hilfe.
Sie wirkt abwesend.
Sie wird stark bewacht.
Sie trägt Verletzungen.
Sie ist sich selbst egal.
Sie wirkt eingeschüchtert. 

Steh‘ deinen Mann. Melde Zwangsprostitution. Du kannst einen anonymen Tip bei der Polizei oder bei einer Fachberatungsstelle abgeben. Du kannst vom Freier zum Befreier werden.
Polizei: 110
Mitternachtsmission Dortmund e.V.: 0231-14 44 91
Nachtfalter Essen: 0201-3 64 55 47

* Diese Indizien können für Zwangsprostitution sprechen. Es gibt keine Formel, durch die man Zwangsprostituierte direkt erkennen kann. Die Indizien sollen dir als Freier helfen, die Augen offen zu halten und gegen Ungerechtigkeit anzugehen.